Lanz + Precht

Lanz + Precht

In dem ZDF-Podcast sprechen Markus Lanz (Journalist, Talkshow-Moderator) und Richard David Precht (Philosoph, Schriftsteller) über die gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit. Informativ, inspirierend, kontrovers: „Lanz + Precht“ ist der wöchentliche Gedankenaustausch zweier Menschen, die sich persönlich zugetan, aber nicht immer einer Meinung sind. Immer freitags, überall wo es Podcasts gibt. *** Credits: Producer: Lucas Raßbach, Redaktion: Monika Fabricius und Simon Schuling, Postproduktion: Dominik Völkl, Redaktion ZDF: Henning Brekenkamp und Marc Lovric ***
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Episode's summary

Die Diskussion beleuchtet die politische Lage der CDU unter Friedrich Merz und kritisiert dessen mangelnde Anpassungsfähigkeit an eine multipolare Weltordnung sowie das Fehlen politischer Alternativen in Europa. Es wird vor der Radikalisierung rechter Parteien gewarnt und die Unfähigkeit etablierter Politiker thematisiert, auf geostropolitische Veränderungen zu reagieren. Zudem werden Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem und neue Steuerkonzepte für KI und Robotik erörtert. Die Sprecher kritisieren die Visionslosigkeit der deutschen Politik angesichts von Herausforderungen wie Demografie, Migration und Klimawandel sowie die zunehmende Polarisierung durch Populismus.

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Highlights

Er hat ein Mindset, das tief aus den 80er und 90er Jahren kommt und einfach gegenüber den Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, weitgehend muss man tatsächlich sagen, sogar blind ist.

00:02:29 · Richard analysiert die Unfähigkeit von Merz, auf moderne geostrategische Veränderungen zu reagieren.

Sie können den Prozess hin zur multipolaren Weltordnung nicht aufhalten. Also müssen Sie ihn gestalten. Aber Sie gestalten ihn nicht.

00:15:19 · Der Sprecher kritisiert das Versagen der politischen Führung, die globale Veränderung aktiv mitzugestalten.

Wir müssen die menschliche Arbeit günstiger machen und Maschinenarbeit teurer. Und das heißt, wir machen im Grunde genommen eine Wertschöpfungsabgabe.

00:30:20 · Als Lösung für die Rentenkrise wird vorgeschlagen, die Steuerlast von der Arbeit auf die durch Automatisierung geschaffene Produktivität zu verlagern.

Wir sind visionslos.

00:32:16 · Der Sprecher kritisiert den Mangel an neuen wirtschaftlichen Erfolgsmodellen in der deutschen Politik.

Krass, der hat das mal genannt, eine Welt aus verlassenen, ungepflegten Gräbern und ungeborenen Kindern.

00:38:47 · Ein eindringliches Bild wird verwendet, um die dramatischen Folgen des demografischen Rückgangs zu beschreiben.

Episodes

264-

#260 (Friedrich Merz: Ein Denken von gestern?)

Die Diskussion beleuchtet die politische Lage der CDU unter Friedrich Merz und kritisiert dessen mangelnde Anpassungsfähigkeit an eine multipolare Weltordnung sowie das Fehlen politischer Alternativen in Europa. Es wird vor der Radikalisierung rechter Parteien gewarnt und die Unfähigkeit etablierter Politiker thematisiert, auf geostropolitische Veränderungen zu reagieren. Zudem werden Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem und neue Steuerkonzepte für KI und Robotik erörtert. Die Sprecher kritisieren die Visionslosigkeit der deutschen Politik angesichts von Herausforderungen wie Demografie, Migration und Klimawandel sowie die zunehmende Polarisierung durch Populismus.

28 Aug 2026
263-

#259 (Das AfD-Versprechen: Zurück in die Vergangenheit?)

In dieser Episode analysieren die Moderatoren das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt und untersuchen dessen Realisierbarkeit sowie die dahinterstehenden politischen Strategien. Dabei werden Themen wie Migrationspolitik, Bildungsreformen und die rechtlichen Hürden von Forderungen nach Abschiebehaft oder Arbeitszwang kritisch beleuchtet. Zudem wird die Gefahr eines gezielten Kulturkampfs diskutiert, der darauf abzielt, durch gesellschaftliche Spaltung von strukturellen Problemen abzulenken. Die Sprecher erörtern zudem die langfristige Strategie der Partei, durch Personalpolitik und die Besetzung von Verwaltungsposten eine dauerhafte Veränderung des Staatsapparates anzustreben.

21 Aug 2026
262-

#258 (Sommergespräch mit Jan Josef Liefers)

Die Moderatoren analysieren die politische Lage in Sachsen-Anhalt und die potenzielle Zäsur durch eine mögliche AfD-Regierung, wobei sie Fragen der Meinungsfreiheit und den Wandel der Kulturpolitik thematisieren. Dabei wird die Partei als Symptom tieferliegender struktureller Probleme wie wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Erosion betrachtet. Die Diskussion beleuchtet zudem das wachsende politische Misstrauen in Deutschland und die Gefahr, dass demokratische Prozesse zu einem bloßen 'Demokratie-Theater' verkommen könnten. Abschließend wird ein Plädoyer für die Rückkehr zu einem offenen Diskurs gefordert, um ideologische Scheuklappen abzubauen und die Glaubwürdigkeit der etablierten Parteien wiederherzustellen.

14 Aug 2026
261-

#257 (Sommergespräch mit der Psychologin Franca Cerutti)

In diesem Gespräch mit der Psychologin Franka Cerruti werden die zunehmende Psychologisierung der Gesellschaft und der Druck zur ständigen Selbstoptimierung kritisch beleuchtet. Die Moderatoren diskutieren, wie soziale Medien und globale Krisen die psychische Belastung der jüngeren Generation erhöhen und warum eine reine Pathologisierung von Emotionen problematisch ist. Darüber hinaus thematisiert die Episode den Wandel der Kindheit hin zu einem stärker reglementierten Alltag sowie das Konzept der „inneren Oma“. Diese Methode schlägt vor, die Perspektive des zukünftigen Selbst einzunehmen, um aus der reinen Aufarbeitung der Vergangenheit auszubrechen und eine lebensbejahende, zukunftsorientierte Sichtweise zu fördern.

07 Aug 2026
260-

#256 (Sommergespräch mit Juli Zeh)

In dieser Episode analysieren die Moderatoren und Gäste die tiefgreifende Systemkrise in Deutschland, die von einer zunehmenden Politikverdrossenheit bis hin zur Ablehnung demokratischer Institutionen reicht. Die Diskussion beleuchtet den Einfluss der Datenökonomie, die Folgen extremer Individualisierung sowie die sozioökonomische Entfremdung zwischen einer akademisch geprägten politischen Elite und der Bevölkerung. Darüber hinaus werden die Herausforderungen durch politische Instabilität, den zunehmenden Konformitätsdruck in Medien und Politik sowie die Gefahr des Technofeudalismus thematisiert. Trotz der Analyse gesellschaftlicher Spaltungen und systemischer Probleme plädieren die Sprecher für einen Realismus, der auf die Resilienz des Grundgesetzes vertraut, während sie gleichzeitig Reformvorschläge zur Stärkung der direkten Mitbestimmung erörtern.

31 Jul 2026