00:06
New York 1987. Wir stehen an einem Kiosk. Wir suchen gerade die druckfrische Ausgabe eines ganz besonderen Wirtschaftsmagazins. Ah, hier ist es. Forbes. Seit 70 Jahren kommt es schon raus. Wir blättern mal durch. Denn wir suchen etwas ganz Spezielles. Finanzcrash? Nein.
00:32
Ein Porträt über eine Pionierin, die das Versandhaus Quelle zum Erfolg gemacht hat. Nee. Ah, Leute, hier ist es. Genau das haben wir gesucht. Die Rangliste der reichsten Menschen der Welt. Sie nennt sich The World's Billionaires, also die Milliardäre der Welt. Und das, was wir hier heute in dieser Zeitschrift lesen, ist unglaublich. Denn neben Namen wie Giovanni Agnelli, dessen Großvater Fiat gegründet hat, lesen wir P-A-B-L-O.
01:11
Pablo Escobar. Es ist das erste Mal, dass dieser Mann es in diese Liste geschafft hat.
01:21
Forbes schätzt sein Vermögen auf mehr als 2 Milliarden US-Dollar. Und das Verrückteste daran ist, Escobar besitzt überhaupt keine Firma, also kein normales Unternehmen. Wie er sein Geld macht, wissen nur die wenigsten. Doch es kommen schon bald schreckliche Details ans Licht.
01:47
Freundinnen und Freunde des Wissens, also ich persönlich kann nur sagen, sehr, sehr gute Wahl, die ihr da diese Woche getroffen habt. Ich nenne es mal eine weitere Versink-Folge, denn erst Zoe, dann ich. Wir beide sind völlig verloren gegangen im verrückten Leben des Pablo Escobas. Und an der Stelle müssen wir auch direkt eine Content-Warnung aussprechen. Es wird heute um illegale Substanzen, um Auftragsmorde sowie weitere teils schwere Verbrechen gehen.
02:20
Hört die Folge daher bitte nur dann, wenn ihr euch mit diesen Themen einigermaßen wohl fühlt oder mit jemandem zusammen, dem ihr vertraut. Wir klären heute, wie Pablo Escobar Unmengen an Geld verdient, wie er aus dem Gefängnis flieht und wie dann ein Anruf sein Schicksal besiegelt. Das alles jetzt, denn ihr hört Wissen mit Johnny.
02:51
Wir schreiben den 1. Dezember 1949. Wir befinden uns in Nío Negro, einer Kleinstadt in den kolumbianischen Anden. Es ist daher auch ein ziemlich hochgelegenes Örtchen auf ungefähr 2100 Metern Höhe.
03:08
Oft, so auch heute Morgen, liegt daher ein schwerer Nebel über den Bergen. Wir können gerade so die endlos langen Kaffeeplantagen weit unten erahnen. Die sind jetzt aber überhaupt nicht wichtig, sondern eine kleine Finca außerhalb der kleinen Stadt. Denn hier kommt ein Junge auf die Welt. Sein Name, Cristiano Ronaldo.
03:37
Okay, Moment. Nein, sorry, falsche Folge. Musik wieder an. Sein Name? Pablo Emilio Escobar Gaviria.
03:47
Und schon kurz nach seiner Geburt ändert sich das Leben der Familie sehr, denn sie ziehen weg aus den Bergen in die Nähe von Medellin, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Und diese verändert sich gerade sehr. Medellin wächst rasant, nicht nur was Einwohnerzahlen angeht, nein, leider auch die Kriminalität. Es wird eine gespaltene Stadt aus, auf der einen Seite wohlhabender Elite und auf der anderen Seite sehr verarmter Bevölkerung. Pablos Vater findet einen Job in der Landwirtschaft.
04:21
Seine Mama arbeitet als Lehrerin und insgesamt haben sie sieben Kinder. Pablos zwei Jahre älterer Bruder Roberto Escobar wird in den darauffolgenden Jahren sogar richtig bekannt. Einer der erfolgreichsten Rennradfahrer Kolumbiens. Und auch Pablo will richtig was erreichen. Doch nicht im Sport. Er spricht immer nur von einem Ziel.
04:46
Reich werden. Dazu will er jede Menge Einfluss besitzen, nicht mehr Teil der armen Bevölkerung sein. Und als er gerade mal 18 Jahre alt ist, tut sich genau dafür eine Gelegenheit auf. Denn über Freunde und Bekannte bekommt er mit, was in der Unterwelt Medellins gerade so abgeht. Die Unterwelt ist quasi ein, naja, nicht ganz einfach zugänglicher Ort. Das ist jetzt nicht unbedingt bildlich zu verstehen, also es geht nicht um ne Stadt unter der Stadt.
05:17
Aber man bewegt sich quasi so in den Schatten, fernab von Beamten, Justiz und Polizei. Und dort wird geschmuggelt, vor allem mit Zigaretten und Alkohol. Beides wird heimlich, quer durchs ganze Land transportiert, oft zu Häfen oder kleineren Flugplätzen. Und von da aus geht es dann in die gesamte Welt. Pablo beginnt sich daran zu beteiligen. Er plant und erkundet Routen, lernt die Kontaktmänner kennen und übernimmt langsam den Aufbau der Strukturen.
05:48
Neben dem Schmuggeln folgt dann auch schon schnell das erste gestohlene Auto. Er bekommt immer mehr Kontakt zu kriminellen Banden. 1974, also mit 24, gerät Escobar dann wegen eines Autodiebstahls zum ersten Mal in direkten Kontakt mit der Justiz. Er kommt sogar für rund acht Monate ins Gefängnis. Dort knüpft er neue kriminelle Bekanntschaften und als er wieder freikommt, ändert sich daher nichts. Nichts. Er zeigt keinerlei Reue oder Angst vor der Polizei.
06:21
Im Gegenteil. Escobar taucht immer tiefer in die kriminelle Welt ein. Mit jedem Jahr wächst sein Netzwerk. Er lernt, wie illegale Transporte organisiert werden, welche Straßen kaum kontrolliert sind, wen man bestechen muss und wie man Menschen sehr gekonnt und effektiv einschüchtern kann. Anfangs ist er eigentlich nur ein Kleinkrimineller, aber so wird Schritt für Schritt aus Pablo Escobar ein Mann, der immer größere Risiken eingeht.
06:51
Und dann passiert etwas, das für ihn alles verändern wird. Etwas mehr als 2000 Kilometer entfernt. Wir springen mal schnell hin. Und zwar in den USA beginnt die Nachfrage nach einer ganz bestimmten Droge, vor allem in wohlhabenderen Kreisen, rasant zu steigen. Es geht um Kokain. Die Substanz wird aus den Blättern der Coca-Pflanze gewonnen, welche vor allem in den Anden wächst, also in Peru, Bolivien, später auch in Kolumbien.
07:25
Die Bauern dort haben viel Erfahrung mit dem Anbau. Es heißt auch sein Vater, der ja eben Landwirt gewesen ist, soll einen Teil dazu beigesteuert haben, dass Pablo sich immer besser mit der Pflanze auskennt und beginnt sie zu importieren. Die Blätter werden zu einer Art Paste verarbeitet. Diese wiederum kommt dann in Labore und dann wird mit ganz aufwändigen chemikalischen Prozessen der dort enthaltene Coca-Wirkstoff herausgelöst. Am Ende bleibt das weiße Kokainpulver übrig und im Vergleich zu Zigaretten oder Alkohol bringt es viel, viel, viel mehr Gewinn und nimmt dabei viel weniger Platz ein.
08:07
Das bedeutet, man kann einfach sehr viel simpler eine Unmenge an Geld damit verdienen. Vor allem diejenigen, die es schaffen, es unbemerkt in die Vereinigten Staaten von Amerika zu schmuggeln. Denn das passiert in den Monaten darauf in großem Stil. Und wer ist natürlich ganz vorne mit dabei? Richtig, Pablo Escobar. Er erkennt das Potenzial nämlich sehr, sehr früh, schneller als die meisten anderen.
08:37
Kapitel 2. Das Imperium schlägt zur... Nee, das ist Star Wars. Nochmal. Kapitel 2. Das Imperium entsteht.
08:48
Ich hab euch ja schon mal gesagt, dass ich immer versuchen möchte, jetzt in zukünftigen Folgen euch bestimmte Jahreszahlen, die tief mit einer Folge verbunden sind, so ein bisschen näher zu bringen. Und heute um Pablo Escobar wird besonders das Jahr 1976 sehr wichtig. Es beginnt vor einer kolumbianischen Kirche. Mit etwas, das viele damals sehr, sehr, sehr kritisch betrachten. Denn Pablo heiratet. Das wäre so lange erstmal kein Problem. Er ist 26 Jahre alt, das ist auch kein Problem.
09:21
Aber wenn ihr jetzt eins und eins zusammenzählt, dann ist nicht sein Alter ein Thema, sondern das seiner Frau, Maria Victoria Engel. Sie ist das Problem, denn Maria ist gerade einmal 15 Jahre alt. Ihre Eltern sind sogar gegen die Ehe, sie verweigern sie und nur durch die Sondergenehmigung eines Bischofs können die beiden überhaupt heiraten, was generell eine sehr merkwürdige Vorstellung ist. Und 1976 wird auch noch aus anderen Gründen ein turbulentes Jahr.
09:54
Seit einigen Monaten schmuggelt Escobar Kokain, er kommt gerade von einer Schmuggelreise aus Ecuador zurück. Damals bringt er noch große Teile der Drogen persönlich von A nach B, doch Auf dem Weg zurück nach Medellin passiert es. Die Polizei hat nur auf ihn gewartet. Sie lassen es erst nur wie eine normale Straßensperre aussehen, dann schlagen sie zu. Escobar wird in Gewahrsam genommen und sie finden sofort Beweise bei ihm, dass er große Mengen geschmuggelt haben muss.
10:25
Kontaktinformationen, Rückstände, alles ist nachzuweisen. Sofort versucht er die Polizisten zu bestechen, doch Erfolglos. Es kommt zur erneuten Festnahme. Es entsteht dabei ein sehr, sehr berühmtes Polizeifoto. Das haben wir euch mal als Nummer eins in die Shownotes gepackt. Ihr kennt es vielleicht. Escobar lächelt breit in die Kamera. Er will damit zeigen, dass er so gar keinen Respekt, keine Angst vor dem Polizeisystem hat. Und den Grund dafür erfährt man nur ein paar Tage später.
10:57
Denn plötzlich ist Pablo Escobar wieder frei.
11:01
Kein Gefängnis, kein Verfahren. Einige fragen sich natürlich, was ist da passiert? Ja, ich kann's euch sagen. Die Beweise, die Akten, die ganzen Dinge, die man bei ihm gefunden hat, sind alle plötzlich spurlos verschwunden. Und es wird noch düsterer. Ein paar der Polizisten, die ihn festgenommen und gegen ihn ermittelt haben, sind mysteriös ermordet worden.
11:31
Später kommt heraus, dass Escobars kriminelle Bande, die Richter, Anwälte und die Polizisten so lange bestochen, bedroht oder eben auch körperlich angegangen ist, dass das Verfahren daraufhin eingestellt wurde. Es ist ein erschreckender Beweis dafür, wie einfach das damalige kolumbianische Justizsystem so außer Kraft zu setzen ist. Und das wird zum Staatsschutz. Ab jetzt wächst Escobars Operation gewaltig. Er schließt sich mit anderen großen, machtvollen Verbrechersystemen zusammen.
12:05
Zum Beispiel mit den Ochoa-Brüdern. So entsteht Anfang der 1980er Jahre ein Netzwerk, das als Medellin-Kartell bekannt wird. Also mehrere mächtige Gruppen, die Transporte gemeinsam finanzieren, Kokain bündeln und Risiken untereinander verteilen.
12:22
Auf diese Art und Weise können sie plötzlich Drogenmengen bewegen, die wenige Jahre zuvor kaum vorstellbar gewesen wären. Ein entscheidendes Werkzeug dafür werden Kleinflugzeuge. Das Kartell kauft jede einzelne Maschine, die sie bekommen können. Die Flugzeuge starten dann von versteckten Pisten in Kolumbien, überqueren die Karibik und landen auf abgelegenen Inseln. Besonders bekannt wird Normans Cay auf den Bahamas. Das ist eine Insel, die ein, die könnten Postkarten-Motiv sein.
12:52
Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, nur ein paar Häuser zwischen Palmen und mitten durch dieses Paradies zieht sich praktischerweise für das Kartell eine fast eine Kilometer lange, relativ gut versteckte Landebahn.
13:07
Oh, und wir kommen gerade richtig. Eine Maschine aus Kolumbien setzt gerade auf. Dann sieht man, wie Männer am Rand der Piste warten und hinstürmen. Die Türen gehen auf, Pakete werden ausgeladen und irgendwie umgepackt. Um die Landebahn herum sind bewaffnete Wachleute mit Hunden zu sehen. Sie patrouillieren zwischen den Gebäuden. Oh, und da ist sogar eine Radarstation, so eine Überwachungsanlage. Sie warnt vor fremden Flugzeugen. Und von hier aus, von Normans Cay, sind es dann nur noch 350 Kilometer bis Florida, also bis zu den USA.
13:43
Diese restliche Strecke, die wird dann oft per Schnellboot zurückgelegt. Am Hafen findet dann meistens nachts der Austausch statt und zack ist das Kokain-Geschäft abgeschlossen.
13:55
Jetzt eine wirklich verrückte Zahl. In seiner Hochzeit, also des Kartells, wandern so jeden Tag auf dieser Insel hier 300 Kilogramm Koks. Also von Südamerika in die USA.
14:13
Mit diesem Geschäft verdient Escobar innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Dollar. Dieses Geld investiert er dann einerseits natürlich in den Ausbau des Kartells, dann auch in sein eigenes wirklich gigantisches Anwesen in Medellin. Er lässt beispielsweise 27 künstliche Seen anlegen. Unter anderem auch eine private Stierkampf-Arena. Er ist generell besessen von Tieren. Er lässt zahlreiche exotische Exemplare auf sein Gelände importieren.
14:46
Elefanten und Nilpferde beispielsweise. Die laufen dann einfach frei dort ab. rum, ohne Gehege. Man kann sogar, also andere reiche, vor allem Drogenbosse, können sogar eine Art Safari-Tour auf Escobars Anwesen buchen. Und noch eine spannende Side-Story dazu, die Nilpferde, die gibt es da genau an diesem Ort heute noch. Anfangs waren es nur ein paar, aber die haben dann angefangen sich zu vermehren, kann man auch Nilpferden nicht verdenken.
15:17
Und mittlerweile leben rund um das Anwesen schätzungsweise gut 200 von den Tieren. Sie sind als Escobar-Nilpferde, weltbekannt, sieht man auch immer mal wieder auf Social Media. Doch Escobar gibt nicht nur viel Geld für sich und das Kartell aus, er wird auch eine Art Wohltäter. In armen Vierteln, besonders rund um Medellin, finanziert er Fußballplätze, Lebensmittelgeschäfte, Märkte und auch ganze Wohnsiedlungen.
15:49
So beginnt ein Teil der kolumbianischen Menschen ihn zu lieben. So sehr, dass er sogar bei der Wahl 1982 genug Stimmen bekommt, um als Ersatzpolitiker ins kolumbianische Parlament einzuziehen. Also das ist schon krass, vor allem weil damals schon einige wissen, dass er primär sein Geld mit Drogen verdient. Und das ist nicht sein einziger großer Erfolg in dieser Zeit. Wie ganz am Anfang der Folge schon erwähnt, nimmt das Forbes-Magazin ihn in genau dieser Zeit sogar in seine internationale Milliardärsliste auf.
16:27
Doch als er dann immer mächtiger wird, soll die Situation komplett eskalieren. Kapitel 3 Der Krieg mit dem eigenen Land Nach dem Jahr 1976 ist das zweite Jahr, was wir uns sehr viel genauer angucken müssen, 1984. Denn dort verändert sich einiges. Die letzten Jahre hat Escobar versucht, gleichzeitig Drogenboss, Wohltäter und Politiker zu sein. Doch immer mehr Informationen tauchen jetzt überall auf, wie er sein Geld verdient.
17:04
Und das passt vor allem dem damaligen Justizminister Kolumbiens, Rodrigo Lara Bonilla, so gar nicht. Er beginnt, harte Ermittlungen gegen das Medellin-Kartell zu starten. Und das wird schnell eine große Gefahr für Escobar und sein Netzwerk. Vor allem, weil Justizminister Bonilla als unbestechlich gilt. Also geschieht Folgendes.
17:30
Der 30. April im Jahr 84 ist eigentlich ein ruhiger Abend in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens. Doch dann plötzlich der Sound zweier Motorräder. Sie bremsen scharf vor einem Auto, bringen es zum Stehen, dann fallen Schüsse. Sie durchschlagen die Karosserie des Autos, dann hauen die beiden Motorräder wieder ab.
17:51
Im durchlöcherten Auto liegt ein Mann. Es ist Justizminister Bonilla. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Es sind Männer Escobars gewesen, die ihn erschossen haben. Es soll eine Art Einschüchterung sein. Doch sie sorgt dafür, dass der Staat die Fahndung nach dem Kartell nur verschärft. Die kolumbianische Regierung kündigt an, dass sie ab jetzt alle Drogenbosse, die sie in Kolumbien festnehmen können, wo sie beweisen können, dass diese Drogen nach Amerika schmuggeln, auch dann in die USA ausgeliefert werden.
18:27
Und das ist etwas, wovor Escobar riesige Angst hat. Denn hier in Kolumbien hat der Drogenboss eigentlich keinerlei größere Sorgen, was mit ihm passiert. Denn etwa 80 Prozent des Senats, also der wichtigsten Politiker Kolumbiens, stehen damals durch Bestechung komplett unter seiner Kontrolle. Würde er aber in die USA ausgeliefert werden, dann hätte er zwei große Probleme. Erstens hat er dort keinerlei Kontrolle, also er kann einfach niemanden bestechen.
18:57
Und zweitens ist Amerika damals extrem wütend auf ihn, weil er das Land mit seinen Drogen geradezu geflutet hat. Die Gefahr für Escobar ist also sehr ernst. Und wie ernst sie ist, erfährt er 1987. Da wird nämlich sein Geschäftspartner Carlos Leda erst festgenommen, dann in die USA gebracht und dort zu lebenslanger Haft verurteilt.
19:25
Escobar und die restlichen Bosse des Medellin-Kartells reagieren daraufhin mit weiteren Drohungen. Dazu gründen sie die Untergrundorganisation Los Extraditables, die sich mit dem Kampf gegen dieses Abkommen, also gegen dieses Ausliefern in die USA einsetzen wollen. Sie drohen, dass jeder, der dieses Abkommen unterstützen möchte, mit Gewalt rechnen muss. Und 1989 machen sie dann ihre Drohungen wahr.
19:53
Alles passiert auf einem großen Marktplatz in einer Stadt südlich von Bogotá. Dort findet eine Wahlkampfveranstaltung statt. Tausende Menschen stehen um uns herum. Es ist ein echtes Gedränge. Vor uns betritt Luis Carlos Galán eine große Holzbühne. Er will neuer Präsident Kolumbiens werden und er ist auch klarer Favorit. Wirbt damit, dass er alle Drogenbosse in die USA ausliefern lassen wird. Er hat sich Pablo Escobar sogar persönlich zum Feind gemacht, denn sein Image als wohltätiger Politiker hat Galán öffentlich entlarvt.
20:27
Also er hat erklärt, dass all das Geld, was er da so einsetzt, nur deshalb einsetzt, weil er es waschen muss, weil er es nicht einfach so ausgeben kann, wie er gerne würde. Das war eine große öffentliche Demütigung für Escobar. Und deshalb fallen auf diesen Marktplatz dann plötzlich Schüsse.
20:45
Galan bricht zusammen. Auch er erliegt, wie der Justizminister, seinen Verletzungen. Und dabei bleibt es nicht. Das Medellin-Kartell begeht weitere verheerende Anschläge. Ermordungen, Entführungen, Bombenangriffe. Es entsteht eine unfassbare Spirale der Gewalt, die mit jedem Monat mehr und mehr eskaliert. Das Medellin-Kartell lässt sogar eine Bombe in einer Boeing 727 explodieren, in dem ein weiterer Präsidentschaftskandidat sitzen sollte, aber am Ende gar nicht drin war.
21:20
Trotzdem, über 100 Menschen verlieren ihr Leben.
21:24
89 folgen weitere, teils schwere Anschläge. Es ist mittlerweile ein offener Krieg zwischen Escobar und dem kolumbianischen Staat geworden. Und dieser Krieg, er soll sich dann so richtig zuspitzen. Kapitel 4 Das Wunschgefängnis Nach den schweren Schlägen gegen sich entscheidet der kolumbianische Staat, dass er zurückschlagen muss. Und zwar hart. Verschiedenste Spezialoperationen der Polizei werden geplant.
21:56
Im Dezember 1989 erwischt es so Escobas mächtigen Partner Gonzalo Rodriguez Gacha. Knapp ein Jahr später, im August 1990, stirbt auch sein engster Vertrauter und Cousin Gustavo Gaviria. Dessen Tod trifft Pablo auch härter als alles andere, denn sein Cousin Gustavo hat die Finanzen, Schmuggelrouten und Bankkonten zusammengehalten. Er war sowas wie der strategische Kopf des Kartells. Escobar konnte ihm blind vertrauen. Es ist einer der vielen harten Schläge gegen das Kartell in dieser Zeit und so wird es schwächer und schwächer.
22:34
Und inmitten dieser Phase, also wo man sich schon auch so ein bisschen innerhalb des Kartells Sorgen gemacht hat, bekommt man plötzlich einen Deal angeboten.
22:44
Der kolumbianische Staat sagt, alle Bosse, die sich aus dem Medellin-Kartell freiwillig stellen, können mit milderen Strafen rechnen. Auch werden sie nicht, und das ist jetzt natürlich sehr entscheidend für Escobar, in die USA ausgeliefert. Und so passiert es tatsächlich. Ein Boss nach dem anderen, viele waren jahrelang untergetaucht, stellt sich. Und komplett verwunderlicherweise 1991 dann auch Pablo Escobar selbst.
23:19
Auf dem Weg zu seiner Festnahme lässt er sich sogar von einem katholischen Priester begleiten, quasi als religiöser Beistand. Maximal fünf Jahre soll die Haft dauern. Für Escobar ist es ein Schritt, der tatsächlich Sinn ergibt. Er weiß, dass sein System zusammenbrechen wird und jetzt hat er noch eine gute Verhandlungsposition. Diese nutzt er auch, um einen sehr speziellen Deal abzuschließen. Escobar kommt nämlich nicht in ein gewöhnliches Gefängnis, sondern in eine Anlage namens La Catedral.
23:54
Sowas wie ein Luxusknast mit eigenem Fußballplatz, Whirlpool. Escobar bekommt ein Wasserbett. Sein Zimmer, also seine Zelle, ist knapp 100 Quadratmeter groß. Zum Vergleich, meine erste Wohnung hatte 19 Quadratmeter. Dazu hat er natürlich einen Fernseher bei sich, bekommt alles aus der Welt mit und wenn euch das noch nicht absurd genug ist, diesen Komplex, also dieses Luxusgefängnis, hat Escobar mal selbst gebaut und dem Staat geschenkt.
24:29
Er hat es natürlich aus strategischen Gründen damals getan, weil er sich schon dachte, wenn er irgendwann mal verhaftet wird, naja, Wie entspannt kann es sein? Da kann er natürlich einfach die Strafe in seinem eigenen Gefängnis absitzen. Dazu verhandelt er auch noch, dass Familienmitglieder, Freunde, Geschäftspartner jederzeit zu Besuch kommen dürfen. Diese bringen dann natürlich auch einiges an. Für den Herrn Escobar annehmlichen Dingen mit zum Beispiel Alkohol, Lebensmittel. Es sollen auch ins Gefängnis reingeschmuggelt worden sein.
25:01
All das geht natürlich nur, weil er damals so viel Kontrolle hat. Und diese ganzen Kontakte ermöglichen es Escobar dann auch, diese Boten als Kontakt nach außen zu nutzen. So führt er jahrelang aus dem Gefängnis die Geschäfte des Medellin-Kartells einfach weiter. 24 Monate, um genau zu sein. Doch dann übertreibt Escobar es.
25:29
Er lässt zwei frühere Geschäftspartner, die ihn mal hintergangen haben, ins Gefängnis kommen. Und dort werden sie dann erschossen. Für den damaligen kolumbianischen Präsidenten ist, als er das mitbekommt, eine Grenze überschritten. Er ordnet an, dass Escobar in ein viel, viel strengeres Gefängnis im Land kommen soll. Schluss mit lustig. Pablo bekommt davon natürlich durch seine Informanten und Boten mit, Und so geschieht es.
26:00
In der Nacht der geplanten Verlagerung in das neue Gefängnis flieht er. Kapitel 5 Die Jagd An der Stelle muss man sich einmal ganz kurz vorstellen, was das für eine riesige Blamage für den kolumbianischen Staat damals ist. Erstens handelt Escobar ja sowieso schon Haftbedingungen aus, die jenseits eines normalen Gefängnisaufenthaltes sind.
26:31
Dann macht er im Gefängnis sowieso noch, was er will, lässt dort dann sogar Menschen ermorden. Als... würde er keinen Regeln, keinen Gesetzen folgen müssen und dann haut er einfach so mitten in der Nacht auch noch ab, wenn es dann doch irgendwie ernst werden soll. Es kommt dann sogar raus, dass 25 Gefängniswärter ihm bewusst geholfen haben, also entweder weggesehen oder tatsächlich Türen geöffnet haben, damit er fliehen kann. Es kommt natürlich zum Verfahren gegen die 25, aber Kolumbien ist eine Sache natürlich noch viel wichtiger.
27:06
Escobar muss so schnell wie möglich gefasst werden und ich kann euch sagen, schnell soll es nicht gehen. Es beginnt eine der größten, teuersten und unerbitterlichsten Suchen der Kriminalgeschichte. Um das zu tun, wird die Nationalpolizei massiv verstärkt. Sie beginnen damit, Medellin systematisch nach Escobar abzusuchen. Sie sind sich schon relativ sicher, dass er irgendwo in der Stadt sein muss, denn er kennt sie ja wie seine Westentasche. Aber wo ist die große Frage?
27:38
Denn die Stadt ist ziemlich groß.
27:42
So beginnen die Spezialeinheiten also damit, bekannte alte Verstecke zu stürmen. Sie kontrollieren Straßen, überwachen mögliche Kontaktpersonen. Auch die USA unterstützen diese Suche übrigens tatkräftig. Einerseits mit technischen Geräten und modernen Abhörtechniken, natürlich auch mit Waffen, aber auch mit Männern, also mit Spezialtruppen, mit Spionageflugzeugen, mit all dem. Escobar wird in dieser Zeit zum meistgesuchten Mann Südamerikas.
28:13
Und nicht nur der Staat ist hinter ihm her. Im Januar 1993 gründet sich dann noch eine Gruppe, also die taucht einfach so auf. Sie nennen sich Los Pepes und das wiederum ist eine Abkürzung, die für die von Pablo Escobar Verfolgten Also das sind unter anderem frühere Verbündete, jetzt Feinde, dann natürlich auch rivalisierende Mitglieder anderer Kartells, die teils Angehörige sogar verloren haben in diesen ganzen Kriegereien, die es zwischen Escobar und dem Staat und den anderen Kartells gab.
28:47
Und diese drehen den Spieß jetzt um. Sie greifen Häuser an, bedrohen und ermorden Anwälte, Geldverwalter, Verwandte, schlichtweg jeden, den man mit Escobar in Verbindung bringen kann. Man will so viel Druck wie möglich auf Pablo ausüben und für ihn wird die Lage dadurch immer enger. Er schmiedet sogar Fluchtpläne, also dass er sein geliebtes Kolumbien verlassen will. Und das ist wirklich kein Witz. Sein Ziel ist damals Deutschland.
29:18
Im Laufe des Jahres 1993 fliegen seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn sogar bereits vor. Also sie machen sich auf nach Deutschland, nach Frankfurt, um genau zu sein. Sie tauchen dort unter. Escobar wechselt dabei ständig den Aufenthaltsort in Medellin. Die Lage ist nämlich noch zu heiß, um ihnen zu folgen. Doch dann begeht er einen entscheidenden Fehler.
29:43
Am 2. Dezember 1993, ein Tag nach seinem 44. Geburtstag, greift Escobar irgendwo im Untergrund, versteckt zu einem Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist eine Person, die er sehr vermisst. Sein Sohn in Frankfurt. Sie unterhalten sich. Es ist kein langes Gespräch. Was Pablo aber nicht weiß, In Medellin machen sich plötzlich gepanzerte Fahrzeuge auf den Weg zu seiner exakten Adresse.
30:19
An Bord kolumbianische und US-amerikanische Geheimagenten. Sie haben das Gespräch nämlich abgefangen, mitgehört und konnten Escobar orten. Sie erreichen so ein zweistöckiges Haus. Drinnen Escobar und sein Leibwächter Alvaro Agudelo, genannt El Limón. Als die beiden Männer bemerken, dass das Gebäude bereits umstellt ist, ist es bereits zu spät. Die Tür wird eingetreten. Escobar erkennt, dass der einzige Weg nach draußen ein Fenster im Obergeschoss ist.
30:50
Beide, also er und sein Leibwächter, klettern durch das Fenster aufs Dach. Dort oben zwischen Ziegeln und Mauern beginnt ein kurzer Schusswechsel. El Limon geht als erster und schwer verletzt zu Boden. Escobar rennt weiter über das Dach, versucht zu einem angrenzenden Gebäude zu gelangen, doch dort warten bereits weitere Beamte. Erst fallen Schüsse, dann Escobar. Er wird am Bein, am Oberkörper und am Kopf getroffen.
31:19
Es ist der 2. Dezember 1993. Nach rund 16 Monaten Flucht endet die Jagd nach Pablo Escobar in genau der Stadt, in der er einst sein Milliardenimperium aufgebaut hat. Zusammenfassung Anfangs ist sein Leben in Kolumbien unspektakulär, doch in seiner Jugend beginnt Pablo Escobar mit ersten kleineren Delikten wie Tabakschmuggel und Autodiebstählen. Früh stellt sich heraus, dass er einen grenzenlosen Ehrgeiz nach Reichtum und Macht hat.
31:51
Als dann in den 70ern die Nachfrage nach Kokain in den USA explodiert, erkennt er das immense Potential und steigt in den organisierten Drogenhandel ein. Gemeinsam mit anderen Schmugglern entsteht das Medellin-Kartell, die riesige Mengen Kokain in die Vereinigten Staaten bringen und Escobar in kürzester Zeit zum Milliardär machen. Er beginnt Häuser und Fußballplätze für arme Familien zu finanzieren, schafft es so kurzzeitig sogar in die Politik. Doch als der kolumbianische Staat härter gegen ihn und seinen Drogenhandel vorgeht und damit auch eine Auslieferung an die USA droht, beginnt Escobar einen brutalen Krieg.
32:28
Politiker, Richter und Gegner werden strategisch ermordet. Dazu kosten Bombenanschläge auch zahlreiche Unbeteiligte ihre Leben. 1991 stellt er sich schließlich den Behörden, allerdings nur unter Bedingungen, die ihm ein luxuriöses Gefängnisleben ermöglichen. Als er dann nach knapp 13 Monaten in ein Militärgefängnis verlegt werden soll, flieht er. Mehr als ein Jahr lang wird er von Polizei, Geheimdiensten sowie seinen Feinden gesucht und immer stärker eingekreist.
33:01
Am 2. Dezember 1993 orten Fahnder dann ein Telefonat, das er mit seinem Sohn führt. Bis dahin war er eigentlich immer sehr vorsichtig, hat sich kurz gehalten, den Standort immer wieder gewechselt. Aber an diesem Tag ist das Gespräch zu lang. Bei der anschließenden Verfolgung über die Dächer Medellins wird Escobar erschossen. Er wird danach beigesetzt. Zu seiner Beerdigung kommen über 20.000 Menschen. Es ist sowas wie der letzte große Escobar-Moment. Denn mit seinem Tod zerfällt auch das bereits geschwächte Medellin-Kartell danach endgültig.
33:36
Bis zum nächsten Mal.
33:41
Wissensfreunde, irgendwie passiert mir das in den letzten Wochen, in den letzten Folgen immer wieder, dass man so aus der Folge rauskommt, dieses kommt und ich persönlich so in mir selbst so ein Gefühl von Erleichterung wahrnehme, aber auf irgendeine spannende Art. Also die Folge, die nimmt einen immer so sehr mit, dass man danach sowieso ausgespuckt wird und dann ist man erstmal wieder in der normalen Welt. Das war ganz schön spannend, oder? Vielleicht könnt ihr nachvollziehen, warum uns diese Folge so sehr in ihren Bann gezogen hat.
34:14
Wir freuen uns natürlich auf euer Feedback und, und, und, na, richtig, natürlich auch immer auf eure Fragen. Letzte Woche ging es ja um den ungeklärten D.B. Cooper Fall. Ich habe euch versprochen, dass wir wenigstens eure Fragen klären werden und genau das machen wir jetzt. Nummer 1 ist von Henrik ohne D. Hallo Johnny, wenn das FBI Fingerabdrücke von Cooper hatte, warum konnten sie ihn dann nicht aufspüren? Und ja, das ist richtig, das FBI findet zwar Fingerabdrücke im Flugzeug, diese können aber damals einfach keiner bekannten Person in der Datenbank zugeordnet werden.
34:53
Das liegt einfach daran, dass Cooper damals noch nicht Polizei bekannt ist. Zudem fehlt in den 70ern natürlich die Computertechnik, um Millionen von Abdrücke schnell und präzise digital zu vergleichen, so wie man es heute machen könnte. Frage 2 ist von StarWarsFan6392. Ey, wie passend, dass ich diesen einen StarWarsGag in der Folge gemacht habe, spontan sogar. Also, erstmal cool, dass du StarWarsFan bist und die Person schreibt Danke.
35:23
Dass ihr euch so viel Mühe bei jeder Folge gebt, das ist ein sehr schönes Feedback. Vielen, vielen Dank vom gesamten Team. Nun zur Frage, was passierte eigentlich mit der Bombe nach Coopers Absprung? Das ist sehr, sehr spannend und die Antwort ist auch wieder ziemlich frustrierend, denn... Cooper nimmt die angebliche Bombe bei seinem Fallschirmsprung aus dem Flugzeug mit. Experten vermuten heute daher, dass es nur eine Attrappe gewesen ist, also dass es nie eine wirklich echte Bombe gab.
35:56
Als drittes haben wir eine Frage von Oscar. Hey Johnny, ich habe mich gefragt, was DB Cooper oder Dan Cooper denn eigentlich mit diesem gelisteten Geld macht, weil er kann es ja gar nicht einfach normal ausgeben, oder? Und dazu passt auch noch eine weitere Frage und zwar von Mattia, ob nämlich das FBI die Geldscheine mit den Seriennummern nicht einfach überprüfen konnte, also wo es ausgegeben wurde. Und ja, ihr habt beide absolut recht. Tatsächlich fotografiert das FBI vor der Geldübergabe alle Seriennummern der 10.020-Dollar-Scheine.
36:33
ab und leitet diese Listen dann weltweit an Banken, Casinos und Geschäfte weiter. Also jede einzelne Banknote, jeder Geldschein war registriert. Daher konnte Cooper das Geld eben nicht ganz normal ausgeben. Also deswegen gibt es zwei Theorien. Entweder er hat es gewaschen, also in Form eines Geschäftes immer wieder neu in Umlauf gebracht, bisher irgendwann dann eigene. Geldscheine in der Hand hatte, also beispielsweise mit einem Kiosk oder sonst was. Das ist aber die unwahrscheinlichere Option.
37:04
Sehr viel realistischer ist, dass er tatsächlich beim Absprung umgekommen ist. Denn man hat nie einen einzigen dieser registrierten Scheine jemals im legalen Umlauf entdeckt. Also das ist wirklich das stärkste Argument dafür, dass er den Absprung tatsächlich nicht überlebt hat. Und die letzte Frage für heute ist von Bjarne. Erstmal, Leute, das müsst ihr mir ganz kurz erklären. Macht's bitte gerne in der nächsten Folge. Bjarne schreibt, Gute-Käse-Podcast.
37:34
Ist es wieder so ein Junge-Leute-Ding? Ist es wieder so was Witziges, Jugendwortmäßiges? Erklärt mir, was ist Gute-Käse? Naja, zur Frage. Johnny, was wäre denn das Urteil heute, wenn man D.B. Cooper fassen und vor Gericht stellen würde? Ja, und ich kann euch an der Stelle schon mal sagen, besser nicht nachmachen, was D.B. Cooper damals tut. Denn wenn er heute angeklagt werden würde, stünde ihm je nach Land, aber in den USA und je nach Bundesstaat aber eine lebenslange Haftstrafe wegen Luftpiraterie und Erpressung bevor.
38:09
Und damit, meine allerliebsten Wissensfreunde, sind wir am Ende dieser Folge angekommen.
38:16
Was fehlt noch? Ich fühle mich so ein bisschen wie so ein Lehrer, so letzte Stunde vor den Ferien. Ja, Leute, es klingelt gleich. Aber eine Sache fehlt noch und zwar die Abstimmung. Und ich will uns hier an dieser Stelle, also unser Team hier, nicht zu sehr loben. Aber irgendwie, meine Güte, sind es wieder so spannende Themen. Wir fangen als erstes an mit einem letzten Mal der Guiana-Unfall, also dieser Diebstahl, der 1987 eine der schwersten Strahlenkatastrophen der Geschichte auslöst. Wie gesagt, letztes Mal war jetzt dreimal auf dem zweiten Platz, danach verschwindet das Thema ja aus den Umfragen, wenn ihr es nicht wählt.
38:50
Als zweites haben wir künstliche Intelligenz, also die Geschichte der Entwicklung von KI, wie das alles angefangen hat, wie früh das alles angefangen hat und eine mögliche Zukunftsaussicht, also was mit KI und der Menschheit passieren könnte. Dann als drittes nochmal, wie groß ist das Universum? Wir könnten eine Reise durch die unvorstellbaren Entfernungen bis an die Grenzen des Weltalls machen. Als viertes eine Geschichte, die ich persönlich auch sehr spannend finde und zwar, wer war Hiro Onoda? Das ist ein japanischer Soldat, der sich noch fast 30 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf einer Insel versteckt, weil er nicht glaubt, dass es zu Ende ist.
39:31
Als vorletztes haben wir Puma vs. Adidas, hatten wir schon mal mit drin. Der Streit zweier deutscher Brüder, der führt dann zu der Entstehung von zwei der größten Sportmarken der Welt. Und als letztes, es ist so ein bisschen das Lieblingsthema meiner Schwester, der Mount Everest, also der höchste Berg der Erde, man könnte mal darüber sprechen.
39:53
Wie das alles überhaupt so entstanden ist, welche Rekorde der Berg einnimmt und welche extremen Gefahren es rund um den Gipfel gibt. Natürlich muss man auch über einen Mann sprechen. Ich verrate jetzt noch nicht, wer es ist, aber den könnten wir uns dann auch in der Folge einmal genauer anschauen. Und damit... Sind wir jetzt aber wirklich am Ende, Ende dieser Folge Wissen mit Jonny angekommen. Folge 97. Leute, das bedeutet noch drei Folgen bis zu unserem 100er Special.
40:23
Das könnt ihr übrigens wieder richtig schön mitgestalten. Dazu wird es eine Umfrage im WhatsApp-Kanal geben, so in den nächsten paar Tagen. Also schaut da gerne mal rein. Einen Link zum WhatsApp-Kanal findet ihr in den Shownotes. Und damit bin ich jetzt hier wirklich tatsächlich am Ende angekommen. Ich verbleibe mit ganz, ganz, ganz, ganz viel Liebe an euch alle. Schön, dass es euch, uns und diesem Podcast hier gibt. Das macht wirklich jede Woche, ich wiederhole mich, das macht mir so viel Spaß. Oh mein Gott, ihr könnt es euch nicht vorstellen. Damit ganz viel Liebe an euch alle und für weniger Wissen entfolgt uns.
40:59
Fritz ist eine Produktion des rbb.